Geschichte

Das Stammhaus bauten Adam und Anna Kauffeld mit Hilfe der Nachbarschaft und ihrer Eltern. Zehn Jahre lang mussten die Tiere mit dem Handwagen zum Betrieb transportiert werden, bis das Ehepaar 1912 Stallungen baute und dort Rinder, Schweine und Pferde unterbrachte.

1936 heiratete Anna Kauffeld, Tochter der Gründer Adam und Anna Kauffeld, Karl Wilke, Sohn einer Sägewerksfamilie aus dem Waldecker Land. Die Fleischerei wird moderner, Karl Wilke schafft erstmals ein Auto für den Betrieb an. Mit dem Kauf von elektrischen Maschinen gehört die Fleischerei schon damals zu den größeren Betrieben im Umland.

Im Jahr 1939 jedoch musste Karl Wilke als Soldat an die Front. Ehefrau Anna führt den einzigen Versorgungsbetrieb Körles weiter, zusammen mit Großmutter Kauffeld und ihrem Bruder. 1962 heiratete Karl Wilke (Sohn von Anna und Karl Wilke) seine Frau Elfriede, geb. Weck, beide führten den Betrieb in der dritten Generation.

Es folgte eine Zeit des Aufschwungs mit vielen großen Umbauten. 1970 wurde das Ladengeschäft aufwändig abgesenkt, damit die Kunden einen ebenerdigen Zugang hatten. 1987 wurde die erste elektrische Kasse aufgestellt. Der Betrieb wuchs in die Breite und in die Höhe. Nur das zweite Stockwerk mit den fünf Fenstern zu Straße erinnert heute noch an das Stammhaus von 1902.

Im Jahr 1992 wies die Fleischerei eine solche Größe und einen derart hohen Energieverbrauch auf, das Karl Wilke und Sohn Karlheinz ein Blockheizkraftwerk entwarfen. Sie verwendeten einen Schiffsmotor als Antrieb und bauten eigenhändig ein Kraftwerk, das bis heute für warmes Wasser, Strom und Wärme sorgt.

Seit 2012 führen nun Karlheinz Wilke und Partnerin Beate Abel die Fleischerei.